Bereits zum 34. Mal pilgerten heuer Fußwallfahrer vom Dom in Eisenstadt nach Mariazell. Nach dem Reisesegen vor dem Bild der Gottesmutter machte sich unsere bunt gemischte Gruppe aus Neulingen und erfahrenen Fußpilgern auf den langen Weg.

Bei hochsommerlichen Temperaturen führte uns die Strecke über Steinbrunn, Neudörfl und Wiener Neustadt bis zu unserem ersten Tagesziel, dem ca. 42km entfernten Würflach. Den richtigen Weg wiesen uns dabei Rudi Leeb und Br. Stefan, um unser leibliches Wohl und den Transport des Gepäcks kümmerten sich Bernhard Prenner, Heinz Horvath und Thomas Haenlein. Außerdem begleitete Pater Erich uns nicht nur zu Fuß, sondern vor allem auch mit geistlichen Impulsen. 

Am Abend feierten wir in der Pfarrkirche St. Anna in Würflach Gottesdienst. Zu Beginn begrüßte uns der dortige Pfarrer Pater Markus Stark OCist und gab uns neben einigen anderen Gedanken vor allem diesen einen mit: "Nicht der Weg ist das Ziel. Jesus Christus ist das Ziel."

 

In der angenehmen Kühle des Morgens durchwanderten wir am zweiten Tag die Johannesbachklamm. Von Puchberg aus ging es weiter über die Mamauwiese bis ins Voistal, wo Pater Erich mit uns in einer Kapelle die Heilige Messe zelebrierte. Die Etappe endete beim Raxkönig in Nasswald.

 

Für den dritten Tag war ab dem Vormittag Regen angekündigt. Obwohl wir extra früher aufstanden, um das "Gschoarl" noch im Trockenen zu überqueren, wurde die Gruppe auf dem Weg sehr nass. Danach setzte der Regen gerade so lange aus, dass wir die Mittagspause relativ trocken verbringen konnten. Auf der Strecke hinauf zum Lahnsattel begann es jedoch wieder zu regnen und so erreichten die Wallfahrer das Quartier in der Mooshuben allesamt völlig durchnässt. Aufgrund des Wetters konnte die Messe auch nicht im Freien gefeiert werden, sondern musste im Gemeinschaftsraum der Pension stattfinden.

Da uns am nächsten Morgen nur noch ein kurzer Marsch bevorstand, blieben an unserem letzten gemeinsamen Abend alle etwas länger auf, um sich bei dem einen oder anderen Glas Bier oder Wein zu unterhalten und über unsere Erfahrungen auszutauschen.

 

Über Nacht ließ der Regen wieder nach, so dass wir das letzte Stück nach Mariazell am Sonntagmorgen relativ trocken zurücklegen konnten. Vom Kreuzberg aus zogen wir mit unserem blumengeschmückten Kreuz in Mariazell ein – froh und dankbar darüber, dass alle Wallfahrer das Ziel wohlbehalten erreicht haben.

Den Höhepunkt der Wallfahrt bildete der Sonntagsgottesdienst in der Basilika, an dem nicht nur die Fuß- und Buswallfahrer der gelobten Wallfahrt aus der Dompfarre Eisenstadt, sondern auch aus mehreren anderen burgenländischen Pfarren teilnahmen. Am Nachmittag feierten wir vor dem Gnadenaltar eine Andacht, die auch von der Gruppe aus Oberwart mitgestaltet wurde.

 

Den Abschluss der heurigen Wallfahrt nach Mariazell bildete wie immer die Lichterprozession in Eisenstadt vom Schloss zurück in den Dom und zum Marienbild, von dem aus wir unseren Weg begonnen hatten.

 

 

Persönliche Eindrücke

 

"Nachdem ich meine letzte Fußwallfahrt, die auch meine allererste war, als Kind sehr positiv in Erinnerung hatte, entschloss ich mich im heurigen Jahr erneut, gemeinsam mit meiner Mutter die Fußwallfahrt nach Mariazell mit der Dompfarre Eisenstadt zu beschreiten.

Meine positive Erinnerung aus der Kindheit wurde 20 Jahre später erneut bestätigt: Es ist einfach schön, in einer wunderbaren Gemeinschaft einem gemeinsamen Ziel zu folgen. In besonderer Erinnerung behalten werde ich die selbstverständliche und bedingungslose Hilfsbereitschaft jedes einzelnen, die wertvollen Gespräche, aus denen ich einiges für mich persönlich mitnehmen kann, sowie die Akzeptanz und Offenheit der einzelnen Personen. Ich habe mich von der ersten Sekunde an sehr wohl gefühlt und konnte in kurzer Zeit viel neue Kraft für die Herausforderungen des täglichen Lebens schöpfen.

Ich bin dankbar, dass ich von der Gemeinschaft so liebevoll aufgenommen wurde und freue mich schon auf die nächste Fußwallfahrt nach Mariazell."

Teresa Presich

 

"Für mich war es die erste Mariazell-Wallfahrt in meinem Leben, daher hatte ich keine genaue Vorstellung von dem, was mich erwartet. Trotz der großen körperlichen Anstrengungen ist das Erlebnis einer Fußwallfahrt ein ganz besonderes. In der Gemeinschaft wirst du von einem Tag zum anderen mitgetragen und motiviert weiterzugehen. Alleine hätte ich wahrscheinlich schon am ersten Tag aufgegeben. Die geistliche Unterstützung hebt die Wallfahrt von einer gewöhnlichen Wanderung ab und gibt ihr einen tieferen Sinn. Mein Fazit: Wir bessern unsere Ausrüstung nach und sind im nächsten Jahr sicher wieder dabei."

Johannes Handler

 

 

Text: Pia Prenner, Teresa Presich, Johannes Handler
Fotos: Br. Stefan Pöll

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