Berichte und Fotos

Zu Maria Himmelfahrt früh am Morgen machten sich etwa 30 Fußpilger auf den Weg nach Mariazell: Bereits zum 36. Mal pilgerten wir vom Dom in Eisenstadt die Stationen Würflach, Nasswald und Mooshuben zur "Magna Mater Austriæ".

Dort erwarteten uns auch die Buswallfahrer der gelobten Wallfahrt aus Eisenstadt und als Höhepunkt feierten wir mit ihnen und vielen anderen Wallfahrergruppen den Sonntagsgottesdienst in der Basilika.

 

Am Nachmittag feierten wir vor dem Gnadenaltar eine Andacht, die auch von der Gruppe aus Oberwart mitgestaltet wurde.

Den Abschluss der Wallfahrt nach Mariazell bildete wie immer die feierliche Prozession in Eisenstadt vom Schloss zurück in den Dom von dem aus wir unseren Weg begonnen hatten.

 

Persönliche Eindrücke

 

"Das soll Freude machen?
Früh aufstehen. Weit gehen. Mit Menschen, die man teilweise gar nicht kennt. Wege, die man nicht weiß. Wetter, das ungewiss ist. Aber einige erzählen so begeistert, dass ich es wissen will. Außerdem ist das Ziel ist Mariazell, und dort will ich hin.
Dann ist der 15. August, endlich da. Aufstehen um 3.30 Uhr, damit ich ja rechtzeitig dort bin. Das Wetter ist traumhaft, die Menschen sind alle erwartungsfroh und fröhlich. Es ist eine schöne Wanderstrecke, aber es ist auch anstrengend, besonders die Bergstrecken. Füße und Kopf fragen manchmal, wie lange das noch so gehen soll? Aber die Seele ist froh, denn es gibt viele heitere und auch ernste Gespräche. Wenn ich auch die Berge nicht mag, jeden Tag starte ich mit neuer Begeisterung, und am 4. Tag sind wir endlich in Mariazell.
Freudiges Gebet vor der Gnadenmutter, Wiedersehen mit Menschen aus Eisenstadt, die mit dem Bus gekommen sind und Staunen auf der Heimfahrt, welch große Strecke wir geschafft haben. Glücklich komme ich in Eisenstadt an. Es war mir eine Ehre, dabei gewesen zu sein. DANKE!"

Valentina

 

"Anlässlich der bestandenen Matura unseres Sohnes wagten wir vor 11 Jahren unsere erste Fußwallfahrt nach Mariazell. Wir erinnern uns noch heute an die Antworten auf unsere täglich mehrmalige Frage nach der noch zu bewältigenden Strecke: 'noch ca. 1 Stunde….'. Als wir dann das erste Mal in Mariazell eingezogen sind und die weißen Türme der Basilika erblickten, waren unsere Emotionen gewaltig! Und dieses überwältigende Gefühl erleben wir nunmehr jedes Jahr. Jegliche Strapazen der vergangenen Tage, Schmerzen und Blasen an den Füßen sind mit einem Mal verflogen. Es wird uns immer wieder klar, warum seit Jahrhunderten so viele Pilger nach Mariazell ziehen! Die erlebte Gemeinschaft in den vier Tagen, die vielen Gespräche während des Weges, die Erzählungen der Nöte und Sorgen, aber auch die Berichte über schöne Erlebnisse sind einzigartige und unvergessliche Eindrücke. Wir freuen uns schon wieder auf das nächste Jahr."

Gabi und Stefan

 

"Zugegeben, ich war schon öfter in Mariazell. Aber niemals zu Fuß, denn ein viertägiger Fußmarsch erschien mir zu beschwerlich und war in meinem Berufsleben zeitlich auch gar nicht unterzubringen. Jetzt aber, seit kurzem im Ruhestand und bestärkt durch meine Frau, war der Zeitpunkt gekommen, dieses Wagnis einzugehen. Warum Wagnis? Weil eine Wallfahrt eine eher eintönige Angelegenheit zu sein schien…. und die unvermeidlichen schmerzhaften Blasen drohten.
Im tiefsten Inneren verspürte ich jedoch auch einen gewissen Reiz, einerseits die körperliche Herausforderung anzunehmen, andererseits vielleicht doch eine vertiefende spirituelle Erfahrung zu machen, die ich möglicher Weise noch nicht erlebt hatte.
Nun, die spirituelle Erfahrung, wie wir sie aus Erzählungen von Jakobsweg-Pilgern zur Genüge kennen, ist einstweilen noch ausgeblieben. Es war aber auch keineswegs ein Fitness-Marsch mit reinem Unterhaltungscharakter, wie ich dies manchmal bei Nordic-walkenden Damengruppen vermute. Vielmehr gefiel mir die Ernsthaftigkeit, mit der alle Teilnehmer das Ziel, ein wenig Gott näher zu kommen – jede/r auf ihre/seine Art – verfolgten. Dies bewiesen die geführten Gespräche, die stimmungsvollen Andachten und einfach der Umgang miteinander, egal ob als Laie, Priester, Manager, Wallfahrer-Routinier, Begleitteam-Angehöriger oder Asylwerber. …und die Blasen sind bei mir ausgeblieben!"

Ernst

  

 

Text: Br. Stefan Pöll
Fotos: Stefan Dworzak, Peter Opitz, Br. Stefan Pöll

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