Erstmals gab es die Möglichkeit Einkehrtage mit der Dompfarre zu verbringen. Begleitet von den Patres Achim und Erich und den Schwestern Eveline und Traude machten sich 18 Mutige am Freitag, den 23. Februar, auf den Weg nach Seebenstein ins Herminenhaus.

Hier der Bericht eines Teilnehmers aus dem Pfarrgemeinderat:

 

 

Das Wochenende vom 23. bis 25. Februar wurde von einer kleinen Gruppe aus der Dompfarre genutzt, um sich auf die Suche nach Gott zu begeben. Stattgefunden hat das Ganze in Seebenstein, wo der Herr für uns eine fast schon kitschige Winterlandschaft vorbereitet hatte. Da auch die bestellte Sonne geliefert wurde, war es nur mehr am Veranstaltungsteam und den Teilnehmern selbst, sich gegenseitig ein schönes Wochenende zu bereiten. Schon beim Eintreffen im Herminenhaus war die positive Energie spürbar, die jeder Teilnehmer mitgebracht hatte – aber auch vom Haus selbst ausging. Eine überschaubare Zahl fröhlicher Mitarbeiter sorgte für unser leibliches Wohl.

 

Die Veranstaltung, wie es sich für ordentliche Burgenländer gehört, begann mit dem Abendessen. Damit war klar – kein körperliches Fasten! Aber schon bald darauf begann der geistliche INPUT zu rieseln. Die ersten Aufgaben die uns P. Erich nach der Abendmesse in der Hauskapelle stellte, klangen fordernd: Die Suche nach Personen die dich richtungsweisend geprägt haben – bewusste Begegnungen mit Gott – was kann Gott von mir brauchen – worum bittet er mich. Na aber HALLO! Antworten darauf schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel! Ich hoffe die priesterlich verordnete Stille für den restlichen Abend wurde dazu genutzt um für sich selbst Antworten zu finden!

 

Nach dem Morgenlob und dem Frühstück ein Impuls von Sr. Eveline über den Sinn und das Sein des Sakramentes der Versöhnung. Na ja, wenn die Überwindung dazu halt nicht so schwer fallen würde! Sie berichtet auch über Aufbruchstimmung in der Christenheit, die Anlass zur Hoffnung gibt.

Die anschließende Nachdenkphase nütze ich für einen Spaziergang zur Burg. Obwohl ich eigentlich den Winter nicht mag, bemerke ich bewusst den schönen Klang des bei jedem Schritt unter mir knirschenden Schnees. – Gehört also doch auch zur wunderbaren Schöpfung Gottes. Das kleine Mittagsschläfchen nach dem Essen – na hört mal! Bei dem Programm! – war ausreichend und zweckmäßig. Danach nahm uns P. Achim so richtig dran. Aber wie immer erst nach einem gemeinsamen Lied, begleitet von Sr. Traude. Die Erklärung warum Abraham seinen einzigen Sohn Isaak dann doch nicht opfern musste, wurde uns mit viel Herz und Gefühl erläutert. Danach wieder das übliche Programm – Stille – Abendessen – Heilige Messe. Zum Abendessen muss noch erwähnt werden, dass wir beim täglichen Tischgebet auch der Politiker gedachten. Am ersten Abend musste ich noch schmunzeln, aber bei näherer Betrachtung ein sehr sinnvoller Gedanke!

Nach der Heiligen Messe wurde noch das Allerheiligste ausgesetzt und von (fast) Allen still angebetet. Michael hat in Seebenstein zufällig seinen Großcousin nach ca. fünf Jahren wieder getroffen. Und dieser hat zufällig (Indianerehrenwort!) ein Wirtshaus in der Nähe des Herminenhauses. So trug es sich zu, dass wir das Wiedersehen der Anbetung vorzogen. Aber P. Erich hat in seinem Vortrag berichtet, dass überall wo Glück ist und es schön ist auch Gott ist. Ihr werdet es nicht glauben – es war schön! Also wurde das leicht aufkeimende schlechte Gewissen rasch wieder schubladiert!

 

Der Sonntag gestaltete sich dann als mein persönlicher Höhepunkt. Stapfend durch den Schnee, vertieft in ein tolles Gespräch mit Sr. Traude, kamen in dieser Stunde die Naturschönheiten leider zu kurz. Liebe Sr. Traude: Auf diesem Weg nochmals herzlichen Dank für die Zeit die du mir geschenkt hast. Übrigens sei erwähnt, dass auch die anderen Seelsorger sehr viel Zeit für persönliche Gespräche zur Verfügung stellten. Meinen Wahrnehmungen nach zu urteilen, wurde diese auch recht rege genutzt. Nach dem Sonntagsschnitzel, gab es noch eine wunderschön gestaltete Abschlussmesse.

Teilhaben lassen möchte ich euch noch an einer meiner persönlichen Begegnungen mit Gott, die geradewegs in Seebenstein passiert ist. Da ich vor dem Morgenlob noch etwas Zeit habe, schlage ich die Bibel auf – irgendwo – ich lese Psalm 103. Ihr könnt jetzt raten, welche Bibelstelle Sr. Traude für das Morgenlob vorbereitet hatte! Na wumm – Zufall? – Nein, für mich nicht! Er war da, direkt bei mir und hat meine Hand geführt – und die Gedanken von Sr. Traude! Ich möchte euch einladen auch über solche persönliche Begegnungen nachzudenken und bin mir sicher, dass es sie gibt. Man muss es nur zulassen und aufmerksam sein!

Zum Abschluss noch ein Auftrag aus einem unserer Impulse: Nimm einen tiefen Atemzug und genieße doch einfach für einen Moment, dass es dich gibt!

 

 

Text: Gerhard Ibesich

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