Das Sakrament der Buße und Versöhnung

Im Sakrament der Versöhnung werden uns im Namen Jesu Christi die Sünden, die wir begangen haben, vergeben und die Taufgnade wiederhergestellt. Wichtig für die Beichte sind eine ehrliche Reue und die Absicht, sich zu bessern.

In den Evangelien wird vielfach berichtet, wie Jesus selbst Sünden vergeben hat. Immer wieder zeigt sich, dass ihm das Heilen von Sünden vorrangiger erschien als die leibliche Heilung und er wegen seiner Sündenvergebung sogar in Konflikt mit den Pharisäern gerät (vgl. Mk 2,–12). Seine Vollmacht, Sünden zu vergeben, hat Jesus den Aposteln anvertraut (vgl. Joh 20,23), und so wirkt sie bis auf den heutigen Tag durch die Bischöfe und Priester fort.

 

In der Taufe haben wir das "Gewand Christi" angezogen, der uns durch seinen Tod – auf den wir getauft sind – erlöst hat. Dennoch geschieht es immer wieder, dass wir uns in Schuld verstricken, Gott aus unserem Leben ausklammern oder uns selbst, und den anderen Leid zuzufügen.

Durch eine aufrichtige Beichte wird die Taufgnade wieder hergestellt, damit wir als neuer Mensch vor Gott und in der Gemeinschaft der Kirche stehen können.

 

Um eine gute Beichte abzulegen und vom Priester die Lossprechung zu erhalten, müssen wir:

  • unser Gewissen erforschen (z.B. anhand der 10 Gebote oder eines Beichtspiegels)
  • unsere Sünden mit Reue erkennen
  • unsere Sünden und Fehler persönlich vor einem Priester bekennen
  • den Vorsatz der Besserung haben
  • für Buße und Wiedergutmachung sorgen

 

"Was soll ich beichten?" ist eine oft gestellte Frage. Einen guten Beichtspiegel zur Vorbereitung finden Sie z.B. im Gotteslob.

 

Alle Gläubigen sollten wenigstens einmal im Jahr zur Beichte gehen.

 

Im Dom besteht regelmäßig Aussprache- und Beichtgelegenheit. Die genauen Zeiten finden Sie unter Gottesdienste und Termine. Darüber hinaus kann auch gerne ein persönlicher Termin für ein Beichtgespräch mit unseren Priestern vereinbart werden. Zusätzliche Beichtzeiten zu Ostern und Weihnachten oder ggf. zu anderen Anlässen sind im Kalender ersichtlich.

Pfarrkanzlei

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